„Monströse Planungen mit Umweltschäden und Lärmterror“

Alternative Liste Münster und Altheim (ALMA) zu den Plänen für ein Logistik-Center in Dieburg

Als monströse Planung, die ohne Rücksicht auf die Umwelt und die zu erwartenden Schäden (Lärm- und Staubemissionen) an der Grenze Dieburgs zu Münster realisiert werden soll, bezeichnet die Fraktion der Alternativen Liste Münster und Altheim (ALMA) die von der Stadt Dieburg und einem Investor betriebene Planung für ein Logistik-Center im Dieburger Dreieck nördlich und östlich von B 45 und B 26.

Nach ihren Beratungen in der ersten Fraktionssitzung nach der Sommerpause am Donnerstagabend, 22.08., kündigt die ALMA-Fraktion ihren Widerstand gegen diese Planungen an und wirbt für die Unterstützung der Bürgerinitiative, die sich gegen dieses Vorhaben formiert hat.

„Wir sind überhaupt nicht gegen die Ausweisung weiterer Gewerbegebiete durch die Stadt Dieburg, denn wohnortnahe Arbeitsplätze begrüßen wir“, begründet der ALMA-Fraktionsvorsitzende Gerhard Bonifer-Dörr (B’90/GRÜNE) die Position seiner Fraktion. „Was dort aber seitens der Stadt Dieburg derzeit geplant wird, müssen wir angesichts der Ausmaße der Gebäude, des Verschließens von Frischluftschneisen und der zu erwartenden Verkehrsbelastung durch hunderte LKWs täglich entschieden ablehnen.

Auch die Lärmbelastung für die Bürgerinnen und Bürger im südlichen Bereich Münsters würde um ein Vielfaches steigen, wenn das riesige Lagergebäude die Rollgeräusche der vorbeifahrenden Züge reflektiert und nach Norden gen Münster abstrahlt.

Wir wissen, dass für uns als Nachbargemeinde die rechtlichen Möglichkeiten begrenzt sind. Die Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aus Dieburg, müssen ihre Ablehnung deutlich artikulieren, um die Dieburger Stadtverordneten zur Einsicht zu bringen. Wo wir können, unterstützen wir die Bürgerinitiative gerne bei ihren Bemühungen. Wir werden auf jeden Fall darauf drängen, dass die Gemeinde Münster ihre Bedenken jetzt in der Planungsphase deutlich formuliert und diese Planungen ablehnt.“

GBD